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Schuleigenes Curriculum

Grundlegendes zum Fach

Das Fach Darstellendes Spiel auf grundlegendem Niveau soll

  • in grundlegende Sachverhalte und Strukturen sowie Geschichte und Theorie des Faches einführen,
  • seine wesentlichen Arbeitsmethoden und Gestaltungstechniken vermitteln, zur Anwendung bringen und zu deren Reflexion anhalten,
  • Zusammenhänge innerhalb des Faches und über seine Grenzen hinaus erkennbar werden lassen.

Grundlegendes zur Konzeption

In der Einführungsphase belegen die Schüler_innen einen Einführungskurs, in welchem sie die Grundlagen des Darstellenden Spiels kennen lernen und sich auf der Bühne und im Ensemble ausprobieren können. Das Curriculum für die Qualifikationsphase ist so aufgebaut, dass Schüler_innen frei entscheiden können, ob sie das Fach zwei oder vier Semester belegen. Die Semester sind daher themengleich konzipiert, während die konkreten Inhalte variieren. So kann jeder Durchgang ohne vorausgesetzte Grundkenntnisse begonnen werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, vorhandenen Kenntnisse zu erweitern und neue Formen von Inszenierungskonzepten kennen zu lernen.

Im jeweiligen ersten Semester (11.1 und 12.1) werden theaterpraktische und -theoretische Grundlagen erworben, die dann im stärker praxisorientierten zweiten Semester (11.2 und 12.2) in einem eigenen Projekt umgesetzt werden sollen. Dem entsprechend wird im ersten Semester eine Klausur mit produktionsästhetischem Anteil geschrieben, während im zweiten Halbjahr eine spielpraktische Prüfung die Klausur ersetzt (s.u. bei „Leistungsbewertung“).

Be­glei­tend zum Un­ter­richt sollten (je nach Länge des Semesters und praktischen Voraussetzungen) The­a­ter­be­su­che stattfinden (Staats­the­a­ter, freie Grup­pen, Schul­the­at­er­grup­pen), die entsprechend vorbereitet und ausgewertet werden. Durch die Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Produktionen wird besonders den Kompetenzbereichen „Theaterästhetische Kommunikation“ und „Soziokulturelle Partizipation“ Rechnung getragen.

Der Aufbau

Klasse 10 - Einführungsphase

Thema: Grundlagenkurs Spielpraxis

Mögliche Bausteine

  •  Einführung: Aus der individuellen Körperhaltung über die neutrale Grundhaltung und den peripheren Blick zur Bühnenpräsenz
  • Raum: Bühnen- und Spielräume erfassen und bespielen - mit Gangarten experimentieren
  • Körper: Den eigenen Körper als Ausdrucksmittel kennen lernen;  „vorsprachliche“ Laute und Gesten bei Mensch und Tier beobachten und imitieren
  • Stimme: Bewusstsein für Atem, Resonanz, Stimmsitz entwickeln
  • Spielübungen für die Ensemblearbeit - miteinander spielen, aufeinander reagieren
  • Entwicklung kurzer Szenen mit Umsetzung der erlernten Techniken

 Leistungsbewertung: Präsentationsprüfung

Semester 11.1 und 12.1

Thema: Aufbaukurs Spielpraxis, Theatertheorie und Textarbeit

Das Semester ist in zwei Themenblöcke unterteilt, die in ihrer Reihenfolge variabel sind:

A Aufbaukurs Spielpraxis: Das „Ich“ wird zum Schauspieler, das „Wir“ zum Ensemble

B Auseinandersetzung mit Rolle und Figur (Theatertheorie und Textarbeit)

A Aufbaukurs Spielpraxis

Mögliche Bausteine

  • Körperarbeit und Körperbeherrschung - Mimik und Gestik gezielt einsetzen
  • Stimme und Sprache als Mittel der Darstellung variieren, einen besonderen Sprachduktus entwickeln
  • Miteinander spielen - den anderen spielen: Vertiefung der Ensemblearbeit (z.B.: Tempo, Rhythmus, Statusarbeit)
  • Miteinander szenische Vorlagen ausgestalten

B Auseinandersetzung mit Rolle und Figur (Theatertheorie und Textarbeit)

Mögliche Bausteine

Rolle und Figur (Theatertext und Theatergeschichte)

  • Vergleich verschiedener Konzeptionen und Realisationen einer Figur: Analyse abgefilmter Aufführungen und ggf. besuchter Inszenierungen
  • Erarbeitung historischer bzw. aktueller gesellschaftlicher Einflüsse  (weltanschaulicher Vorstellungen, gender-Konzeptionen, theatertheoretischer Konzeptionen der verschiedenen Epochen) und deren Auswirkungen auf die jeweilige Ausgestaltung einer ausgewählten Rolle; Einfluss der Gesamtinszenierung auf die Wirkung der einzelnen Rolle
  • Entwicklung eigener Vorstellungen zu einer bestimmten Rolle in Anlehnung und Abgrenzung der erarbeiteten Vorlagen (Erarbeiten und Beschreiben aktueller Einflüsse aus Gesellschaft und Theater, Auswahl der für die eigene Gestaltung angemessenen Einflüsse unter Berücksichtigung der Aussageabsicht)
  • Entwicklung einer eigenen Umsetzung einer Figurenkonzeption in Anlehnung und Abgrenzung der erarbeiteten Vorlagen: Umgestaltung eines Theatertextes; Ergänzung oder Änderung des Haupt- und Nebentextes (Szenenanweisung, Regieanweisung etc.)
  • Begründung und kritische Reflexion der eigenen Gestaltung

Werbung und Öffentlichkeitsarbeit untersuchen

  • Vergleich verschiedener Ergebnisse von Öffentlichkeitsarbeit: Plakate, Programmhefte, Aktionskunst usw.
  • Entwicklung eines Kriterienkatalogs für Theaterwerbung (Darstellung von Inhalten / intendierten Aussagen, Erregen von Aufmerksamkeit, Wiedererkennbarkeit, …)
  • Anwendung des Kriterienkataloges auf die vorliegenden Beispiele

Leistungsbewertung: Klausur mit produktionsästhetischem Anteil

Semester 11.2

The­ma:      Von der Idee zur Inszenierung

Einen kurzen epischen Text (z.B. Märchen) zur Aufführung bringen

Mögliche Baustein

Inszenierung und Stückentwicklung

  • Handlungsfelder im Theater kennenlernen
  • Arbeitsprozess / Projektmanagement organisieren, Arbeitsgruppen zusammenstellen
  • Thema finden (frei oder geleitet, Bsp: Märchen)
  • Inszenierungsideen sammeln und diskutieren (Thema, Inhalt, Publikumswirkung, Theaterformen)
  • Figuren kreieren, Rollenarbeit (z.B. Rollenbiografien oder -interviews)
  • Handlungsbögen konkretisieren, Thema strukturieren
  • Kompositionsmethoden kennenlernen und erproben (Bsp.: Reihung, Wiederholung, Kontrastierung, Verdichtung, Steigerung, Umkehrung, Variation, Parallelführung, Bruch etc.)
  • Ästhetische Gestaltungsmittel kennenlernen und Szenografie-Konzepte erstellen (Bsp.: Dynamik, Bildwirkung)
  • Entwickeln und Erstellen von Bühne, Kostüm, Requisit
  • Probenarbeit planen und anleiten
  • Reflexion und Überarbeitung der eigenen Arbeit
  • Plakate / Programmhefte / Eintrittskarten / Homepage-Artikel für die eigene szenische Gestaltung erstellen, kritische Reflexion derselben
  • Aufführung bzw. Werkschau durchführen

Besuch einer Theateraufführung (alternativ: Videoaufzeichnung)

  • Theateraufführung auswerten
  • Schreiben eigener Theaterkritiken
  • Analyse veröffentlichter Kritiken, Vergleich mit eigenen Kritiken

 Leistungsüberprüfung: Präsentationsprüfung oder spielpraktische Prüfung

Semester 12.2

The­ma:      Improvisationstheater

Mögliche Bausteine

Kompetenzerwerb

  • Impro-Theater ausprobieren - Die Grundregel „Ja“-sagen
  • Räume kreieren - imaginierte Orte bespielen
  • Figurausgestaltung, z.B.: Tic, Phobie, Tierbewegungen
  • Status-Übungen (Solo, Paar, Gruppe)
  • Mit Sprache improvisieren, z.B.: Gramolo, Kaudawelsch (Gruppe)
  • Impulsspiel: Ort, Figuren, Genre (Gruppe)
  • Strukturierung einer Gruppen-Improvisation, z.B.: Timing, Rhythmus, chorisches Sprechen
  • Praktisches Kompetenz-Training in Solo- und Gruppendisziplinen

Abschluss

  • spielpraktische Prüfung (Gruppenprüfung)
  • Werkschau/ Impro-Show (fakultativ)

Klausuren und spielpraktische Prüfungen

Die Art und Zahl der Klausuren bzw. spielpraktischen Prüfungen orientiert sich an den geltenden Vorschriften der Oberstufenordnung. Zu den fach- und gruppenspezifischen Leistungen sollten diese Leistungen im Verhält­nis 30 : 70 stehen.

Klausuren

Die Anforderungen in den Klausuren sollten nicht rein kognitiv - analytischer Art sein, sondern auch den kreativ - praktischen Bereich einbe­ziehen. Folgende Aufgaben sind denkbar:

  • Schreiben eines szenischen Dialogtextes, bzw. Ergänzung eines Textes durch Nebentext (Regieanweisungen, Szenenbeschreibung, Ergänzung der Figurenrede).
  • Erstellung eines Inszenierungskonzeptes unter Verwendung einer bestimmten Theaterform aus der Theatergeschichte (z.B. Einfügen eines kommentierenden Chores; die Schauspieler treten neben ihre Rollen (Entfremdungseffekt) etc.)
  • Vorschläge zu noch offenen Fragen der dramatischen Struktur (z.B. Gestaltung eines Schlusses)
  • Umformung z.B. epischer Strukturen in dramatische (z.B. Ortswechsel, Zeitsprung, innerer Monolog)
  • Erstellen oder Auswerten einer Rollenbiografie
  • Produktionsästhetische Analyse von einzelnen Szenen, Figuren (z.B. Tagebucheintrag)
  • Kürzung / Umstellung / Streichung von Szenen mit Begründung
  • Dialogtextänderungen mit Begründung
  • Analyse eines theoretischen Textes (z.B. Verhältnis Theater - Zuschauer)
  • Entwürfe zur Gestaltung des Bühnenraums, der Licht- und Klangräume mit Begründung

 

Klausurersatzleistungen

- Kolloquium mit Präsentationen eines schriftlich vorliegenden Inszenierungskonzeptes; ggf. ergänzt durch (Teil-) Aufführung

- Spielpraktische Prüfungen zu erworbenen Grundkompetenzen mit kurzer Vorbereitungszeit

Bsp. zu einer Impro-Übung:

„Ihr tragt zu zweit einen Fernseher ins Zimmer, stöpselt das Antennenkabel und das Stromkabel ein. Ihr sucht die Fernbedienung. Hat sie eine/einer in der Tasche? Liegt sie noch draußen? Ihr stellt eine Sendung ein, die euch amüsiert.“

Aktuelles

Rückblick des CyMo-Teams

Im Schuljahr 2016/2017 hat das CyMo-Team zwei Projekte vorbereitet und erfolgreich umgesetzt. Zum einen haben sich die Schülerinnen als WhatsApp-Paten in den 5. Klassen engagiert. Das zweite Projekt war der gemeinsame Präventionstag in Jahrgang 6 mit Frau Pobloth, die die Mediation vorgestellt hat.

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Juniorwahl 2017

Die spannenden Ergebnisse der Juniorwahl am GM und im bundesweiten Vergleich finden Sie hier!

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IServ-Elternzugänge der neuen 5. Klassen

Die Elternaccounts folgender Klassen sind freigeschaltet: 5A (eine Ausnahme), 5B (eine Ausnahme), 5C, 5D (drei Ausnahmen) und 5E. (Stand: 21.9.2017) Erkundigen Sie sich bitte bei Ihren Kindern, wie deren Accountname lautet.

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