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Der GartenClub

Erntezeit im Schulgarten - Herr Kossenjans kocht

Heute: Kürbis-Mangold-Lasagne

Vielleicht hat der ein oder andere es schon bemerkt: Der Kürbis strahlt in hellem orange und zeigt an, dass er bereit ist, geerntet zu werden. Zusammen mit einem anderen, völlig unterschätzten Gemüse, dem Mangold, kann man eine leckere Lasagne zaubern.

Dazu einfach den Kürbis entkernen und würfeln, den Mangold waschen und die Blätter in Streifen schneiden. Anschließend alles in etwas Öl mit einer gehackten Zehe Knoblauch anbraten und kurz weiterdünsten. Danach mit Gemüsebrühe ablöschen und kurz aufkochen. Daraufhin Gewürze wie zum Beispiel Muskat, Kurkuma, Pfeffer, Salz und Paprika zugeben.
Als nächstes Parmesan reiben und mit etwas Creme fraiche mischen. Dann nur noch eine Auflaufform einfetten, etwas Soße einfüllen und mit den ersten Teigplatten beginnen. Immer abwechselnd Gemüse, Käsemischung und Nudelplatten einfüllen.
Zum Schluss mit Käsemischung aufhören und zu guterletzt mit Mozzarella bedecken und ab in den Ofen. Nach etwa 30 Minuten bei 180°C ist eure Lasagne fertig.

KOC

Es gibt immer zwei Seiten... (2016)

Am Mittwoch, den 06.04. wurde in gemeinsamer Arbeit mit Kindern und Erwachsenen der Flüchtlingsunterkunft Mellendorf eine kleine Attraktion auf dem Schulgelände des Campus W geschaffen.
Schon von weitem war das Weidentipi gut sichtbar.
Mit einem Durchmesser von knapp drei Metern und einer Höhe von etwa zweieinhalb Metern sollte das Tipi den Schulhof bereichern. Bis zu 60cm tief wurden die großen Weidenruten in den Boden eingelassen und in der Spitze fest verbunden. Kleinere Weidenruten wurden über Kreuz eingeflochten und mit den Hauptzweigen fest verbunden. Nach regelmäßigem Wässern kann so ein lebendes Gebilde entstehen, das mit der Zeit wächst und neue Triebe ausbringt.

Doch schon am folgenden Wochenende zeigte sich das hässliche Gesicht des Vandalismus in aller Deutlichkeit. Mit großem Aufwand wurde das Weidentipi aus dem Boden gerissen. Kürzlich gesetzte Weidenruten wurden abgeknickt und auch im Schulgarten wurden Pflanzen und Teile der Einrichtung beschädigt. Am Ende wurde mit den großen Weidenästen der Zugang zum IGS-Gebäudeteil versperrt.

Dieser sinnlose Akt der Zerstörung ist feige und dumm. Er richtet sich gegen unsere Schule, gegen ein Schulprojekt, gegen die Menschen, die dahinter stehen.
Das Weidenprojekt wird sicher weitergeführt. Allerdings werden sich unsere künftigen Aktivitäten auf den Raum des Schulgartens beschränken, denn nach den Vorkommnissen vom Wochenende erscheint es müßig Installationen auf dem Schulgelände vorzunehmen und sie der Zerstörung preis zu geben.

Wer hat nun etwas davon?

KOC

Die Weide erobert das Schulgelände (2016)

Ja, du hast richtig gelesen!

Im April startet das erste Schulgarten-Projekt des Jahres 2016. Am 06.04. beginnen wir mit dem Verarbeiten von Weidenruten. Unter anderem soll auf dem Schulgelände ein mehrere Meter hohes Weidentipi entstehen, dass wächst und lebt und über die Zeit fester Bestandteil des Campus wird. Außerdem wollen wir in den Zaun des Schulgartens Weidenruten einflechten und flexible Zaunelemente bauen, um Räume zu schaffen und den bislang tristen Zaun zu begrünen. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich kreativ mit den Weidenzweigen zu beschäftigen, um zum Beispiel Dekoelemente oder Futterplätze für Vögel zu basteln. Unterstützt werden wir dabei von der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark. Außerdem arbeiten wir mit der Flüchtlingsunterkunft Mellendorf zusammen, so dass sicher auch Kinder und Jugendliche aus anderen Ländern teilnehmen werden.

Du hast Lust mitzumachen? Dann sei dabei am 06.04. ab 14 Uhr im Schulgarten des GM.

Hier ein paar Eindrücke von den Vorbereitungen an einem sonnigen Sonntag im März…

Natürlich gibt es auch in diesem Gartenjahr wieder eine Schulgarten-AG. Wir werden am Plastik-Flaschen-Projekt für das Gewächshaus weiterarbeiten und natürlich auch wieder eine ganze Menge Obst- und Gemüsekisten bepflanzen. Achte einfach auf die Aushänge in der Schule...
Bis bald im Schulgarten.

KOC

November 2015

Das Gartenjahr nähert sich dem Ende – Zeit, die Ergebnisse zu rekapitulieren. Wir hatte uns einiges vorgenommen und vieles konnte auch umgesetzt werden.
Nachdem wir uns im Vorjahr vor allem mit Nutzpflanzen zur Energiegewinnung beschäftigt haben, wollten wir dieses Mal Obst und Gemüse in unserem „Naschgarten“ kultivieren. Erdbeeren, Physalis, Melone? Wächst alles in Mellendorf. Dazu haben wir verschiedene Gemüsesorten angebaut und vieles auch erfolgreich geerntet. So z.B. violette Kartoffeln, Karotten, Bohnen, Sellerie, Tomaten, Paprika, Gurken, Rosenkohl und so weiter. Besonderen Eindruck hat unser „Drachenfutter“ gemacht – eine extra-scharfe Chilisorte, die einigen Schülern und auch Lehrern sicher im Gedächtnis bleiben wird. Aktuell haben wir übrigens die Topinambur-Ernte eingeholt. Diese Süßkartoffel hat sich in unserem Schulgarten sehr gut etabliert und bringt Jahr für Jahr gute Erträge.

Der Tisch ist reich gedeckt :)

Das die Ernte in diesem Jahr so großzügig ausgefallen ist, verdanken wir dem zweiten großen Projekt in diesem Jahr – unserem Gewächshaus. Die Vorgabe war es, mit möglichst einfachen und dadurch günstigen Materialien ein Gewächshaus zu bauen. Nach der gemeinsamen Planung wurden wir vor allem durch Marcs Vater, Herr Bormann, tatkräftig bei der Umsetzung unterstützt. Auf der Fläche von sechs Euro-Paletten ist ein mehr als zwei Meter hohes Gewächshaus entstanden, das zunächst mit Malerfolie umhüllt für ein wachstumsförderndes Klima gesorgt hat.
Leider ist die Folie nicht so haltbar wie erhofft, so dass wir gezwungen waren diese nach der Vegetationszeit wieder zu entfernen. Die Folie jedes Jahr zu erneuern bedeutet einen hohen Kunststoffverbrauch. Da diese Nutzung nicht nachhaltig ist, arbeiten wir bereits an einer Alternative.
Natürlich wurde im Schulgarten auch wieder wissenschaftlich gearbeitet. So haben wir untersucht, in welchem Bodenmedium Pflanzen noch gedeihen können. Dazu haben wir verschiedene Pflanzenarten in Sand, Lehm, Rindenmulch und Gartenerde gepflanzt und das Wachstum verglichen. Erstaunlicherweise konnten alle Pflanzenarten gedeihen, wenngleich die Biomassezunahme unterschiedlich ausgefallen ist.
Auch der Biologieleistungskurs BI2 überprüft in einem Langzeitversuch die Bedeutung des Bodens für das Pflanzenwachstum. Hierfür wurde eine Buntnessel zunächst vegetativ vermehrt und anschließend in verschiedene Bodentypen umgepflanzt. Auch hier zeigen sich spannende Ergebnisse, die aber noch nicht vollständig ausgewertet sind und darum in Kürze veröffentlicht werden.

Der Kurs BI2 bei der Arbeit

Des Weiteren haben wir versucht, den Schulgarten unabhängig von der Wasserversorgung mit Trinkwasser zu machen und das Regen- oder Grundwasser zu nutzen. Leider sind hier keine Projekte umsetzbar, da es an den Kosten und/oder dem unverhältnismäßig hohem Aufwand scheitert. Auch eine Nutzung der Sonnenenergie mittels einer Photovoltaikanlage muss vorerst aus Kostengründen aufgeschoben werden.
Stattdessen werden wir uns im kommenden Jahr der Nutzung von Kunststoffen zuwenden. Dafür sammeln wir bereits Plastikflaschen, die wir auf Stangen stecken, um damit das Gewächshaus zu umbauen. So erreichen wir hoffentlich eine dauerhafte Lösung für das weiter oben beschriebene Folienproblem.

Tim Wlodasch (Jg. 6) hat sich in diesem Zusammenhang Gedanken gemacht, wie man dennoch das Regenwasser nutzen kann. Seine Idee ist es aus Plastikflaschen eine umlaufende Bewässerungsbahn, vergleichbar einer Regenrinne, zu bauen, wodurch das Regenwasser punktgenau zu den Pflanzen in den Kisten geführt werden kann. Sollte der Regen ausbleiben ist so auch eine einfachere Bewässerung von außen möglich.
Dieses und weitere Projekte stehen im Jahr 2016 an. Wir hoffen weiterhin auf rege Unterstützung und freuen uns schon auf das Ende der Winterpause…

KOC

Tims Entwurf zur Gewächshausbewässerung

Die mobile Kaffeetafel im Schulgarten des GM (August 2015)

Mit dem Lastenfahrrad kam Karoline Hamann am letzten Schultag vor den Sommerferien im Schulgarten vorbei. Mit dabei hatte sie Kaffee, Geschirr, Kuchen und allerlei mehr für etwa 30 Gäste.

Mit dieser Aktion möchte man vor allem den hier in der Region aufgenommenen Flüchtlingen einen Raum zum Austausch und Kennenlernen bieten. Gemeinsam mit Lisa Hartmann und Christian Kossenjans wurde der Schulgarten des GM also entsprechend hergerichtet und schon konnte bei bestem Wetter Kaffee und Kuchen verteilt werden.

Auf einer großen Weltkarte konnte man den Weg der Menschen aus ihren Heimatländern nachverfolgen. Auch in den Gesprächen ging es dann um die Herkunft der Menschen, das Leben in ihren Heimatländern und das nun „neue“ Leben in der Wedemark. Am Ende waren sich alle einig, dass es ein gelungenes Gartenfest geworden ist.

Falls auch Sie Gastgeber der mobilen Kaffeetafel werden wollen, melden Sie sich doch einfach bei Frau von Mirbach (angela.von.mirbach@wedemark.de, Telefon 05130/581274). Sie stellen die Örtlichkeit und Frau Haman deckt den Tisch. Ab dem 9. September geht es weiter, jeden Mittwoch.

KOC

Hanfanbau im Schulgarten – viel Rauch um nichts?

Energie- und Nutzpflanzen waren das Hauptthema der Schulgarten-AG des Gymnasiums Mellendorf im Schuljahr 2013/2014. In diesem Zusammenhang baute die AG mehrere verschiedene Energie- und Nutzpflanzen an. Zu diesen gehörte neben Mais und Kartoffeln auch der indische Nutzhanf. Da dieser nur sehr wenig THC (Tetrahydrocannabiol) enthält, ist er für den Konsum als Droge (Haschisch, Marihuana) nicht interessant.

tl_files/Dokumente/Upload-Archiv/AG/Schulgarten/Hanfanbau/2014-07-29 10.01.22.jpgTrotzdem holten sich der Projektleiter Christian Kossenjans und die Schulleiterin Frau Klapper rechtzeitig vor dem Start die Erlaubnis der Bundesopiumstelle ein, diese segnete das Projekt ab.

Nach einer Weile, im April 2014, um genau zu sein, bekam die Presse Wind vom Schulgartenprojekt. Schon kurz darauf erschien ein reißerischer Artikel in der HAZ, ohne Berücksichtigung der durch die Landesschulbehörde verbreiteten Pressemitteilung. Der Titel des von Tobias Morchner verfassten Artikels lautete: „Schule will Cannabis züchten“. Mit dem Ziel, einen möglichst reißerischen Artikel zu verfassen, der sich gut verkauft, beschrieb Morchner die Thematik so, als sei es das Ziel des Gymnasiums Mellendorf, den Schülern die Drogenzüchtung nahe zu bringen. So wird beispielsweise neben den deutschen Namen der anderen Energie- und Nutzpflanzen (Raps, Mais, Brennnesseln und Flachs) der lateinische Name des indischen Nutzhanfes verwendet, nämlich Cannabis (sativa). Dies sollte mit Sicherheit die Aufmerksamkeit der Leser auf sich ziehen, denn das deutsche Wort Hanf hätte in einer Aufzählung von Nutzpflanzen niemanden verwundert.

tl_files/Dokumente/Upload-Archiv/AG/Schulgarten/Hanfanbau/2014-07-29 10.02.01.jpgDanach wird im Artikel darauf hingewiesen, dass ja niemand überprüfen könne, ob die verwendeten Pflanzen wirklich einen geringen THC-Gehalt haben und in gewisser Weise die Angst geschürt, jemand könnte Pflanzen mit hohem THC-Gehalt zwischen die Nutzhanfpflanzen setzen. Bei diesem einen Artikel blieb es aber nicht – es folgten viele weitere und die Information wanderte durch einen großen Teil der norddeutschen Presse. Als Reaktion auf die Zeitungsartikel legte Frau Klapper das Projekt zunächst auf Eis. Alle anderen Energie- und Nutzpflanzen wurden trotzdem angebaut, auf den Hanf wurde jedoch verzichtet.

tl_files/Dokumente/Upload-Archiv/AG/Schulgarten/Hanfanbau/2014-07-29 10.10.50-2.jpgIm Rahmen der Projektwoche im Schuljahr 2013/14 wurde das Thema noch einmal neu aufgegriffen. Herr Kossenjans bot als Projekt Energie- und Nutzpflanzen als nachwachsende Rohstoffe an. Am ersten der vier Projekttage beschäftigten wir uns mit vielen verschiedenen Energie- und Nutzpflanzen, indem wir Vorträge und Plakate über sie vorbereiteten. Am zweiten Projekttag beschäftigten wir uns explizit mit dem Nutzhanf als Energie- und Nutzpflanze. Wir bekamen Besuch von Herrn Reent Martens (3N Kompetenzzentrum), der uns einen interessanten Vortrag über die vielen Einsatzmöglichkeiten des Nutzhanfes hielt. Im Anschluss folgte eine Diskussion über den Hanf als Nutzpflanze. Zu dieser war die Presse eingeladen worden, erschien jedoch nicht.

Aus Herrn Martens‘ Vortrag wurde ersichtlich, dass Hanf wirklich eine vielseitige Nutzpflanze ist. Fast alle seine Teile können verwendet werden. In erster Linie sind natürlich die Bastfasern des Hanfes als Faserpflanze für die Nutzung interessant. Aus ihnen können unter anderem sehr reißfeste Seile hergestellt werden, was auch in Europa über viele Jahrhunderte hinweg praktiziert wurde. Auch besonders robustes Papier, zum Beispiel für Geldscheine oder Zigaretten, kann aus Hanf als Rohstoff hergestellt werden.

tl_files/Dokumente/Upload-Archiv/AG/Schulgarten/Hanfanbau/2014-07-29 10.35.03.jpgFür die Produktion von Textilien sind Hanffasern ebenfalls interessant, da sie ausgesprochen reiß- und scheuerfest sind. In neuester Zeit werden sie auch als Dämmstoff immer mehr in Erwägung gezogen, da sie als solcher gegenüber anderen Dämmstoffen viele Vorteile haben. Zum einen haben sie eine geringe Verrottungstendenz und sind gesundheitlich im Gegensatz zu beispielsweise Glaswolle völlig unbedenklich. Auf der anderen Seite sind sie schädlingsresistent und trotzdem, auch wenn es lange dauert, biologisch abbaubar.

In den letzten Jahren ist auch die Automobilindustrie zunehmend auf Hanffasern aufmerksam geworden, vor allem in Form von naturfaserverstärkten Kunststoffen. Sie zeichnen sich durch ausgesprochen hohe Festigkeit, Elastizität und geringes Gewicht aus. Außerdem sind sie feuerfest – auch sehr leichte Brandschutztüren lassen sich mithilfe von Hanf fertigen.

Werg, der minderwertige Teil der Hanffasern, wird noch heute zur Abdichtung von Rohren verwendet. Die Fasern saugen sich mit Wasser voll und dehnen sich aus. Somit sorgen sie für einen dichten Verschluss, denn die vollgesogenen Fasern füllen die Zwischenräume zwischen den Gewinden genau aus. Diese Dichtungen sind sogar noch dauerhafter als Gummidichtungen, da sie mit zunehmendem Alter nicht porös werden.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit für Hanffasern stellt die Produktion von Urnen dar. Urnen aus Hanf und einem natürlichen Klebstoff wie Maisstärke sind biologisch abbaubar. Im Gegensatz zu metallenen Urnen verunreinigen sie das Grundwasser nicht, außerdem können die Gräber so wieder benutzt werden, ohne dass die alten Urnen entfernt werden müssen.

Schäben sind ein Nebenprodukt, welches bei der Gewinnung von Hanffasern entsteht. Es handelt sich hierbei um die holzige Kernröhre des Hanfes, welche von den Fasern umgeben ist. Schäben finden häufig als besondere Tiereinstreu Verwendung, denn sie stauben kaum und können viel Wasser aufnehmen. Auch für Dämmstoffe und Trittschalldämmungen können Schäben eingesetzt werden. Spanplatten aus Schäben bieten bei ähnlicher Festigkeit wie Holzspanplatten den Vorteil, dass sie nur halb so viel wiegen wie diese. Verbrennung zur Energiegewinnung ist bei Hanfschäben auch möglich, hier haben sie allerdings nur eine geringe Bedeutung, da sich andere Brennstoffe günstiger produzieren lassen und das hohe Potenzial der Schäben bei der Verbrennung bei Weitem nicht ausgeschöpft wird.

Aus den Hanfsamen kann stark fetthaltiges Pflanzenöl gewonnen werden. Dieses ist als Biokraftstoff verwendbar, aber auch für Naturkosmetika und die Pharmaindustrie, auch verschiedene Tenside lassen sich aus Hanföl herstellen.

Aus den Blättern und Blüten des Hanfs lässt sich ätherisches Öl gewinnen. Hauptsächlich bekannt ist der indische Hanf für das Haschischöl, welches sich durch ein besonderes Verfahren aus den Blüten der weiblichen Hanfpflanze extrahieren lässt. Es ist kein echtes Öl, sondern vielmehr ein Harzextrakt. Nur das Haschischöl enthält nennenswerte Mengen THC, normalerweise 15% bis 20%, teilweise aber auch bis zu 70%. Hieraus lassen sich Beruhigungs- und Schmerzmittel herstellen, aber eben auch Drogen wie zum Beispiel Haschisch und Marihuana.

Bei den Nutzhanfpflanzen, die in der Schule verwendet werden sollten, liegt der THC-Gehalt nur bei 0,2%. Eine Extrahierung würde sich aus diesem Grund kaum lohnen und es wären gewaltige Mengen nötig, um einen Rauschzustand erwirken zu können.

Am zweiten Projekttag diskutierten wir nach dem Vortrag von Herrn Martens über die Frage, ob sich der großflächige Hanfanbau in Deutschland lohnen würde und welche Chancen und Risiken er bieten würde. Wir kamen zu dem Schluss, dass Hanf als Nutz- und Energiepflanze durchaus ein hohes Potential hat. Der Anbau bringt aber auch einige Probleme mit sich, zum Beispiel würde die Umstellung auf Hanf als Ackerpflanze für viele Bauern ein Problem darstellen. Zum einen müssten sie sich mit einer völlig neuen Ackerpflanze auseinandersetzen. Auf der anderen Seite wären allein für die neuen speziellen Erntemaschinen gewaltige Investitionen vonnöten, die sicher nicht alle Bauern zu tragen bereit wären. Momentan wird Hanf nämlich nur von sehr wenigen speziellen Bauern in Deutschland auf Versuchsfeldern angebaut. Die bei weitem meisten Bauern verfügen bisher weder über das nötige Know-How noch über die nötige Maschinerie, um Hanf anbauen zu können.

Ein weiteres Problem des Hanfanbaus ist das, vor dem unsere Schule und die Schulgarten-AG dieses Jahr auch standen. Hanf wird, vor allem wenn der lateinische Name Cannabis verwendet wird, häufig mit Drogen in Verbindung gebracht. Allein an der Reaktion der Presse auf die Idee, in unserer Schule Nutzhanf anzubauen, sieht man schon, wie schwierig es, ist die Öffentlichkeit von der Nützlichkeit des Nutzhanfes zu überzeugen.

Leider gibt es auch auf den Versuchsfeldern immer wieder Menschen, die versuchen Hanf zu stehlen. Dagegen helfen auch die aufgestellten Schilder nichts, die eindeutig besagen, dass es sich nicht lohnt diese Pflanzen zu rauchen. Andere setzen als Trittbrettfahrer ihre Pflanzen mit hohem THC-Gehalt zwischen die Nutzpflanzen mit geringem THC-Gehalt und lassen sie zwischen diesen groß werden. Dies ist leider im Nachhinein nicht feststellbar, da die Pflanzen mit hohem und niedrigem THC-Gehalt äußerlich eigentlich nicht zu unterscheiden sind.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der großflächige Anbau von Hanf und das Setzen auf diesen als Nutzpflanze in Deutschland durchaus Potential hätten. Allerdings bedarf es noch sehr viel Öffentlichkeitsarbeit, bevor dieser reibungslos vonstattengehen kann.

von Lukas Neuenschwander

 

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Nutzhanf

http://de.wikipedia.org/wiki/Schäbe

http://de.wikipedia.org/wiki/Hanffaser

Mai 2014

Ein anstrengendes aber auch ereignisreiches Jahr liegt nun hinter uns. Die ersten Erfahrungen mit „hängenden Gärten“ in Getränkekartons oder Pflanzen in Kisten und Säcken wurden gemacht und in diesem Jahr werden wir dieses Konzept weiter fortführen. Doch eins nach dem anderen:tl_files/Dokumente/Upload-Archiv/AG/Schulgarten/Bild5.jpg

Mehr oder weniger regelmäßig beteiligen sich die Schülerinnen und Schüler an der Gartenarbeit im Schulgarten des GM. So wurden unter anderem im letzten Herbst mehr als 500 Blumenzwiebeln gesetzt. Eine besondere Aktion war das Pflanzen eines Klimabaumes auf dem Schulgelände als Zeichen etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen (Bericht http://neu.gymnasiummellendorf.de/meldung/items/pflanzen-gegen-den-klimawandel-168.html). Bei dieser Aktion im November 2013 waren etwa 40 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der IGS beteiligt. Des Weiteren wurden drei Apfelbäume, zwei Weinstöcke und mehrere Beerensträucher im Bereich des Schulgartens gepflanzt. tl_files/Dokumente/Upload-Archiv/AG/Schulgarten/Bild6.jpg

Mittlerweile erwacht der Schulgarten aus seinem Winterschlaf. Die ersten Frühblüher  verwandeln den Schulgarten in ein kleines Blütenmeer und nach einer großen Aufräumaktion im Februar, bei der viele fleißige Schüler mithalfen, kann das  Gärtnern weitergehen.

tl_files/Dokumente/Upload-Archiv/AG/Schulgarten/Bild9.jpgSo wurde bereits die erste Gemüsekiste vorbereitet und Radieschen und Spinat ausgesät. Weitere „Klassenkisten“ folgen nach den Osterferien. Ein weiteres Projekt für das Jahr 2014 ist das Thema „Energie pflanzen“. Um auch in der Zukunft über ausreichend Energieressourcen zu verfügen, gilt es das Potenzial der Pflanzen zu nutzen. Wir wollen herausfinden, welche Pflanzen sich hierfür eignen und wie sie angebaut und verarbeitet werden. Im Themenkreis nachwachsende Rohstoffe wollen wir außerdem versuchen Naturfasern für die Textilherstellung zu gewinnen. Hierfür kommen dann Pflanzen wie Jute, Flachs und selbst Brennnesseln infrage…

Baustelle Schulgarten

So schaffen wir uns einen wenig arbeitsintensiven Boden, auf dem wir die Gartenarbeit flexibel und vor allem mobil in Gemüsekisten und Reissäcken gestalten.

Diese Idee ist nicht neu, sondern stammt aus dem Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Berlin  (http://prinzessinnengarten.net/). Doch nicht nur die Gestaltung des Schulgartens folgt dem Modell des Prinzessinnengartens. Auch die Idee, hier einen Ort des Austausches und des Lernens zu Fragen des lokalen und ökologischen Anbaus von Lebensmitteln, der biologischen Vielfalt und des verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen zu schaffen, wollen wir umsetzen. Dabei kommt es uns vor allem auf ein gutes Nachbarschaftsverhältnis zur IGS und eine rege Zusammenarbeit an.                                                                                                                            tl_files/Dokumente/Upload-Archiv/AG/Schulgarten/Bild3.jpg

Zurück zur Gartenarbeit: Nun sollte endlich Leben in den Garten kommen. Das Schulbiologiezentrum unterstützt uns mit einer immensen Auswahl an Pflanzen und der gärtnerischen Expertise von Hannover aus. Wir haben Stauden, die in allen Farben blühen, Pflanzen, die die sonderbarsten Düfte produzieren und noch vieles mehr. Allein die komplizierte Namensgebung macht es uns immer wieder schwer, konkret zu benennen wen wir da eigentlich vor uns haben. Aber auch das ist ein Ziel der Schulgartenarbeit – Artenkenntnis.

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Um all die Stauden einpflanzen zu können musste der „Blühstreifen“ zunächst umgegraben und mit Mutterboden aufgefüllt werden. Dann ging es daran die Pflanzen zu verteilen. Viele freiwillige Hände haben hier geholfen und innerhalb eines Nachmittages hatten wir den halben Garten bepflanzt. Auch wurden die ersten Paletten in den Garten gerückt und das Kisten- und Reissackkonzept erprobt. Fürs erste kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen.

Es bleibt zu hoffen, dass uns der Regen nicht verlässt und die frisch umgesetzten Pflanzen mit ausreichend Wasser versorgt werden. In der nächsten Woche geht es dann tatkräftig in der zweiten Hälfte des Gartens weiter…

Pflanzen gegen den Klimawandel

tl_files/Dokumente/Upload-Archiv/AG/Schulgarten/Schulgarten2.jpg„Der Klimawandel geht uns alle etwas an und jeder ist in der Lage, selbstständig etwas gegen ihn zu unternehmen.“

So beendeten die zwei Referenten des 12. Jahrgangs ihren Kurzvortrag anlässlich des „Klimabaum“-Projektes. Doch dies war nicht die einzige geplante Aktion: Am 27.11.13 trafen wir uns morgens pünktlich zum Schulbeginn am Schulgarten. Wir, dass sind der Bio-Kurs aus dem 12. Jahrgang von Herr Fraaß, der Werte und Normen Kurs der 5. Klasse von Frau Pobloth und einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 und 8 sowie der IGS, die ebenfalls an der Gestaltung des Schulgartens mitwirkten. Zur Einleitung der Pflanzaktion, welche zum einen zur Verschönerung unseres Schulgartens beitragen, auf der anderen Seite jedoch auch als „Initiative gegen den Klimawandel“ gelten sollte, hielten vier Schülerinnen und Schüler des Werte und Normen Kurses ein kurzes Referat über die bisher geleistete Arbeit im Schulgarten.

Anschließend wurden kleine Gruppen gebildet und jeder schnappte sich, trotz des eisigen Wetters, einen Spaten und eine Pflanzanleitung und legte los. Es wurden Apfelbäume, Weinsträucher und anderes Beerenobst gepflanzt. Die Pflanzanleitung, sowie die Betreuer des Projektes gaben uns Tipps, wie die Bäume und Sträucher am besten gepflanzt werden. So muss bei den Bäumen zum Beispiel vor dem Einpflanzen ein Pflanzschnitt durchgeführt werden, damit Geäst und Wurzeln ein ähnliches Volumen haben. Auch der abschließende „Bau“ eines Gießrandes war von Wichtigkeit, damit die Pflanzen effizient gewässert werden. In anderen Schulen, wie der Grundschule Mellendorf und an Kitas aus dem Umkreis sollen demnächst ähnliche Projekte durchgeführt werden. Um 9:30 Uhr startete die angekündigte Klimabaum-Pflanzaktion auf dem Campus W. Die Gemeindewerke Wedemark spendeten einen sechs Meter hohen Feldahorn, welcher sich bekanntlich in wärmeren und trockeneren Klimazonen wohler fühlt und somit an das Klima in einigen Jahren, welches durch den Klimawandel bedingt ist, ideal angepasst sein wird.

Mit dem Pflanzen dieses Baumes wurde ein Zeichen gegen den Klimawandel gesetzt, der verdeutlichen soll, wie dringend wir etwas unternehmen müssen. Zu diesem Zweck hielten zwei Schüler aus dem 12. Jahrgang den am Anfang bereits erwähnten Kurzvortrag über die Ursachen und Folgen des Klimawandels und gaben Tipps, wie man selbst etwas gegen diesen tun kann. Zum Beispiel regionale Produkte kaufen, die nicht unter hoher CO2 Erzeugung hertransportiert werden müssen und sparsam mit unseren Energieressourcen und dem Wasserverbrauch umgehen. Anwesend waren ebenfalls beide Schulleiterinnen des Gymnasiums und der IGS, der für die Klimabaum-Pflanzaktion Zuständige der Gemeindeverwaltung, die Klimamanagerin und Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde, sowie jemand vom Projekt Klimawandel und Kommunen und von der Presse. Nachdem auch andere Sprecher noch einmal auf die Dringlichkeit und die Bedeutung dieser Aktion hinwiesen, wurde der Baum von den Schülerinnen und Schülern mithilfe von zwei Landschaftsgärtnern aufgestellt.

Anschließend durften sich alle mit Keksen und Kakao wieder etwas aufwärmen. Der  Klimabaum ist nun auf dem hinteren Teil des Busbahnhofes zu bewundern und soll uns weiterhin daran erinnern, dass der Klimawandel allgegenwärtig ist.

Sarah Reichert (Jg. 12)

 

Klimabaum-Pflanzaktion in der Presse:

https://www.wedemark.de/portal/meldungen/baeumchen-wechsle-dich-klimawandel-zum-anfassen-918001462-20051.html?rubrik=918000011

http://www.extra-verlag.de/wedemark/lokales/gymnasium-und-igs-im-pflanzeinsatz-d37927.html

Mai 2013

Das Frühjahr hat sich zuletzt nicht immer von seiner Sonnenseite gezeigt, dem Schulgarten kam das jedoch nur entgegen. Auch wenn die Bauarbeiten von Gemeindeseite abgeschlossen waren, lief die Planung von Schulseite etwas schleppend. Doch jetzt, endlich, nach unzähligen Tagen der Brache wird im Schulgarten gearbeitet!

Zunächst galt es jedoch den Boden zu bestellen: Dabei half die Gemeinde wieder nach besten Kräften und pflügte den gesamten Garten um. Im Anschluss wurde der größte Teil mit einem wasserdurchlässigen Vlies abgedeckt und abschließend mit Rindenmulch aufgefüllt.

September 2012

Es geht weiter! Das Gelände ist mittlerweile eingezäunt und die ersten Pflanzen bahnen sich ihren Weg durch den Erdboden. Leider ist der eingezäunte Bereich doch schmaler als in der ursprünglichen Planung angedacht. Anstelle von 9 Metern erreicht er nun gerade 7 Meter in der Breite. Außerdem sind die Baumaßnahmen allem Anschein nach noch nicht beendet.  Unter dem Garten soll eine Zisterne angelegt werden, die eine Selbstversorgung mit Wasser ermöglicht. Nichtsdestotrotz bleiben wir zuversichtlich im Frühjahr mit der praktischen Arbeit beginnen zu können.

Juli 2012

Mit dem Neubau des Schulzentrums Mellendorf entsteht die Idee, einen Lehrgarten für die Schüler der IGS und des Gymnasiums anzulegen. Eine Fläche von 225m² (9m x 25m) wird vom restlichen Außengelände abgezweigt und gilt fortan als Schulgarten. Doch zunächst tut sich nicht viel. Bis zu den Sommerferien im Juli 2012 hebt sich die Fläche kaum vom Rest des sich im Bau befindlichen Außengeländes ab. Gekennzeichnet durch Wildwuchs und tiefe Spuren von Baumaschinen ist hier kaum an einen Schulgarten zu denken.

Dennoch lebt der Schulgarten schon jetzt. In den Köpfen von Kindern und Lehrern ist dies ein Raum, um Natur zu erleben, zu gestalten und darin zu lernen. In der Projektwoche vor den Sommerferien machen sich 20 Schülerinnen und Schüler daran, ihre Ideen in Plänen und Modellen umzusetzen. Heraus kommen liebevoll und mit viel Hingabe gestaltete Modell-Gärten. Für die Schüler des Gymnasiums ist der Schulgarten schon jetzt ein Ort an dem man zusammenkommen, Früchte ernten, sonderbare Düfte riechen und anhand verschiedener Experimente lernen kann.

Auch die Lehrer des Fachbereichs Biologie machten sich so ihre Gedanken. Ein reiner Gemüsegarten kann es schließlich nicht werden. Ökologische Grundkenntnisse sollte dieser Platz vermitteln, dem jungen Biologen ein Ort der Forschung und Erkenntnis sein.

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Aktuelles

Sommerferien!

Das Homepage-Team wünscht allen Lehrkräften, Mitarbeitern, Schülerinnen und Schülern und Eltern erholsame Ferien!

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Nachhaltigkeit in der Wedemark

Dass Nachhaltigkeit nicht nur auf ökologischer Ebene eine wichtige Bedeutung hat, sondern ebenfalls auf ökonomischer, sozialer und politischer Ebene erfuhren die Schüler des Politikkurses von Politiklehrer Wilhelm Heim am Gymnasium Mellendorf. Dazu hat es mit Claudia Schwegmann von der Open Knowlegde Foundation den Workshop „Global denken, lokal planen!“ gegeben.

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Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Mellendorf waren beim Känguru-Wettbewerb und der Mathe-Olympiade erfolgreich

Zum einen gratulierte Martin Reuß seinen fleißigen Schülerinnen und Schülern zur erfolgreichen Teilnahme an der 56. Mathe-Olympiade, zum anderen gratulierte die Sandra Maathuis den Schülerinnen und Schülern zur erfolgreichen Teilnahme am Känguru-Wettbewerb.

 

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