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Torben Krebs schreibt aus Neuseeland

Liebe Wedemark!

Während Ihr den regenreichen November in vollen Zügen genießt, erleben wir im sonnigen Neuseeland das Abenteuer unseres Lebens. Vor drei Monaten haben wir die gut behütete Wedemark verlassen und waren von dem einen auf den anderen Tag auf uns alleine gestellt. Auch wenn wir ein paar kleinere Hürden überwinden mussten, haben wir uns schnell in Land und Leute verliebt. Wir genießen jeden einzelnen Tag am anderen Ende der Welt, bevor wir in einen neuen Lebensabschnitt starten. Für uns beide steht fest, dass es die beste Entscheidung war nach dem Abitur ins Ausland zu gehen. Auch euch können wir nur empfehlen nach der Schulzeit neue Erfahrungen zu sammeln und ausgeruht ins Studium zu starten.

Wir wünschen dem jetzigen 12. Jahrgang alles Gute und viel Glück auf dem Weg ins Abitur. Denkt immer daran: Bald habt ihr es geschafft, auch du Henri, oder?! :D

Liebe Grüße an alle Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter des Gymnasiums Mellendorf!

Vicky und Torben (Abtiur 2014)

Juri Geddert grüßt aus Neuseeland

Liebes GM!

vorab die besten Grüße aus Neuseeland an euch alle. Nach meinem Abitur in Mellendorf habe ich ein bisschen gearbeitet, um mir ein Startkapital für meinen geplanten Neuseeland-Trip anzulegen. Alles hat geklappt und jetzt bin ich ca. ?? Kilometer von zu Hause entfernt. Am 26.09.2013 bin ich mit drei Freunden aus der Wedemark von Frankfurt nach Auckland geflogen. Nachdem wir den ganzen organisatorischen Kram wie die Eröffnung eines Bankaccounts, Beantragung der Arbeitserlaubnis und Ähnliches abgeschlossen hatten, wollten wir die (relativ) große Stadt schnellstmöglich verlassen. Nur das richtige Gefährt musste noch gefunden werden. Mit Vertrauen auf unser gutes Gefühl haben wir beide uns einen alten Toyota Bus von 1985 gekauft, bei dem man anfangs nicht wusste, ob er total Schrott oder total geil ist. Letzteres war glücklicher Weise der Fall und wir lassen uns seitdem ohne Pannen von unserem Bulli durchs Land kutschieren. Aufgesplittet in zwei 2er-Gruppen haben wir von Auckland aus unseren 1. Wwoofing-Host angesteuert. Jirka und ich sind bei einer wunderbaren Familie in paradiesischer Landschaft westlich von Auckland gelandet und haben unseren zweiwöchigen Aufenthalt sehr genossen. Wir haben in einer kleinen aber schönen Hütte im Garten gewohnt und wurden bestens bekocht, im Gegenzug haben wir Arbeiten wie Rasenmähen, Streichen und Feuerholz machen übernommen und haben eine Barbecue-Area im Garten errichtet. Anschließend sind wir wieder zu viert zwei Wochen durch den Norden Neuseelands bis an den Punkt, an dem der Tosmanische Ozean und der pazifische Ozean in einander übergehen, gereist.

Da Vorräte nicht ewig halten und das Leben in Neuseeland nicht günstig ist, haben wir als Arbeiter auf einer Kiwi-Plantage angefangen und für einen Monat die skurrilsten Dinge auf dieser Farm erlebt. Die Arbeit war nicht wirklich angenehm: von 8:00 bis 18:30 Uhr Kiwiknospen zerdrücken, um das Wachstum des Triebes zu stoppen, die in Reihen über deinem Kopf wachsen. Trotzdem war auch das ein sehr schöner Abschnitt unserer Reise, denn wir haben für diese Zeit in einem Hostel gelebt, in dem fast nur junge Menschen aus der ganzen Welt gewohnt haben, die auch als Erntehelfer arbeiteten. So entstand eine angenehme familiäre Atmosphäre, da jeder morgens früh raus musste, abends platt war und man so den gleichen Rhythmus teilte.

Aber was schnell auffällt: Überall Deutsche! Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Deutsche man hier trifft. In unserem Hostel haben wir fast mehr deutsche Dialekte als Fremdsprachen gehört. Das ist auf der einen Seite natürlich angenehm, weil auch viele Freunde hier sind, und was das Kommunizieren betrifft, zumindest die sprachliche Barriere wegfällt, auf der anderen Seite aber auch schade, da man seine Englischkenntnisse einfach schlechter ausbauen kann. Dennoch ist es schön zu bemerken, wie sich unser Englisch durch den täglichen Gebrauch verbessert. Und es ist noch mal deutlich geworden: Pass auf im Englischunterricht, es wird dir weiterhelfen. Wenn man sich sprachlich sicher fühlt, ist das Reisen gleich viel angenehmer. Seit den Kiwi-Plantagen ist nun etwa ein Monat vergangen und wir pendeln mit unserem Bus durchs Land, genießen das Reisen und staunen täglich über die Dinge, die wir sehen. Landschaftlich ist es hier so vielseitig, aber alles auf seine Weise atemberaubend. Zudem kommt, dass Neuseeland eigentlich wirklich Backpacker freundlich ist und es ein großes Angebot an kostenlosen Campingplätzen, Wanderwegen und etc. gibt. Zwischenzeitlich waren wir mit neun Freunden aus Hannover und der Wedemark unterwegs und fast jeder hatte unser Abi-Shirt dabei.

Unser Plan war eigentlich, die Feiertage auf der Südinsel zu verbringen, aber da eine der beiden Autofähren defekt ist, ist die andere bis Ende Januar ausgebucht, und so steuern wir jetzt auf hoffentlich sonnige, warme Weihnachten am Strand irgendwo in der Nähe der Hawks Bay zu. Ein Teil der anderen Gammler, Henrike, Niclas D., Niklas H., Nico und Basti sind über die Feiertage auf einer Farm in Northland, auf der Henrike und Niclas 2,5 Monate gelebt haben. Einen festen Reiseplan für die kommende Zeit haben wir nicht. Sicher ist nur, dass wir den letzten Monat unserer Reise auf den Fiji Inseln verbringen wollen und dass wir versuchen, dass das Verhältnis von Arbeiten und Urlaub immer mindestens die Waage hält. Wirklich schade und nachteilig am Reisen finde ich, dass man über das Weltgeschehen nur schlecht im Bilde ist. Internet ist für uns meistens nur in einer Bücherei zugänglich und Nachrichten kann man auf Campingplätzen auch nicht so oft gucken. Der Informations-Luxus, den wir zu Hause haben, war mir so gar nicht bewusst. Da könnte man fast meinen, dass einem der Politikunterricht aus der Schule ein bisschen fehlt. Allerdings ist es durchaus mal ganz angenehm, den Wochentag nicht zu wissen und das Datum nur auf einen drei-Tage-Bereich schätzen zu können. Aber das wird sich bald ändern, nach Neujahr wollen wir vor der Überfahrt auf die Südinsel noch mal einige Wochen arbeiten.

Abschließend noch an den 12. Jahrgang: macht nicht schlapp, powert das letzte Stückchen so gut es geht durch und viel Glück beim Abi! Danach stehen euch alle Möglichkeiten offen, und falls einer von euch vor hat, eine Work and Travel Reise zu starten, vielleicht sogar in Neuseeland, würde ich ihm keines Wegs davon abraten.

Liebe Grüße
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Juri Geddert, Abitur 2013

Aktuelles

Sommerferien!

Das Homepage-Team wünscht allen Lehrkräften, Mitarbeitern, Schülerinnen und Schülern und Eltern erholsame Ferien!

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Nachhaltigkeit in der Wedemark

Dass Nachhaltigkeit nicht nur auf ökologischer Ebene eine wichtige Bedeutung hat, sondern ebenfalls auf ökonomischer, sozialer und politischer Ebene erfuhren die Schüler des Politikkurses von Politiklehrer Wilhelm Heim am Gymnasium Mellendorf. Dazu hat es mit Claudia Schwegmann von der Open Knowlegde Foundation den Workshop „Global denken, lokal planen!“ gegeben.

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Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Mellendorf waren beim Känguru-Wettbewerb und der Mathe-Olympiade erfolgreich

Zum einen gratulierte Martin Reuß seinen fleißigen Schülerinnen und Schülern zur erfolgreichen Teilnahme an der 56. Mathe-Olympiade, zum anderen gratulierte die Sandra Maathuis den Schülerinnen und Schülern zur erfolgreichen Teilnahme am Känguru-Wettbewerb.

 

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