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Warst du schon mal beim Eishockey?

EIN KAMPF UM DEN SIEG,
EIN KAMPF UM RESPEKT

Am Sonntag, 19.02.2017, waren die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Mellendorf von den Wedemark Scorpions eingeladen, beim Eishockey-Heimspiel gegen die Icefighters Leipzig dabeizusein. Eure Reporter im Eisstadion Mellendorf waren dieses Mal Sophia, Veronica und Jannis.

Der Abend startete mit großer Unterstützung der Fans: Es gab Wunderkerzen und Trommelwirbel beim Einlaufen der Spieler, die Stimmung war klasse! Die ersten beiden Drittel spielten unsere Scorpions stark und schnell, mit viel Druck auf die gegnerische Mannschaft und kamen so zu einer verdienten 3:2-Führung. Die Fans jubelten. Doch dann kam das letzte Drittel, der Spielverlauf änderte sich plötzlich. Die Leipziger Gäste nutzten aus, dass sie auf einen größeren Kader zurückgreifen und deswegen öfter Spieler auswechseln konnten. Sie hatten einfach mehr Kraftreserven! Dazu kam, dass aufgrund "übertriebener Härte" (Formulierung aus den Eishockey-Regeln, gemeint ist damit "Schlägerei auf dem Eis") auch die Scorpions mehrere Strafminuten abzusitzen hatten. Es fielen in Unterzahl Gegentore, der Endstand lautete 5:7.

"Hockey is a very emotional game."
Michael Budd

Sophia beschreibt, wie sie den gegenseitigen Kampf der Spieler um Respekt auf dem Eis erlebt hat: "Die Schlägerei war echt heftig. Ich bin richtig zusammengezuckt, als der Spieler gegen die Bande gedrückt wurde. Kurz danach war alles wieder gut. Das macht Eishockey für mich aus. Im Spiel schlagen sie sich und danach quatschen sie miteinander oder trinken noch einen. Ich finde das faszinierend. Die Scorpions haben zum Schluss nur noch zu dritt gespielt, also in Unterzahl. Das war echt spannend, denn ich habe mal Fußball gespielt und weiß, wie anstrengend es ist, überall spielen zu müssen."

"Die sind ja gar nicht so böse!"
Sophia

Nach dem Spiel kam dann noch ein Highlight für uns: Wir durften die drei Topspieler des Abends interviewen! Charlie Adams (24; USA; 3 Tore gegen Leipzig), Michael Budd (27; CAN; 2 Tore) und Andreas Morczinietz (38; D; Vorbereiter aller 5 Tore) standen uns Rede und Antwort. Sophia berichtet von ihrem Eindruck vom Interview mit Andreas Morczinietz: "Ich habe gar nicht kapiert, dass da ein Profi vor mir steht. Einerseits hat er mich schon so behandelt als wäre ich eine richtige Journalistin und hatte Respekt vor mir, andererseits war er wie ein ganz normaler Mensch. Also er war keineswegs aggressiv, so wie manchmal auf dem Spielfeld. Er war einfach nur menschlich. Das war wie aus zwei Welten. Am Anfang konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie er sich verhalten wird. Ich hatte ehrlich Angst davor, dass er in irgendeiner Art aggressiv wird, aber es war das genaue Gegenteil. Er war einfach ein netter, freundlicher, auf dem Boden gebliebener Mann. Diese aggressive Art ist nur die Fassade jedes einzelnen Eishockeyspielers, finde ich."
Jannis, der Michael Budd und Charlie Adams auf Englisch interviewt hat, ergänzt: "Was mich sehr positiv überraschte, war, dass die Hockeyspieler nach dem verlorenen Spiel trotzdem immer noch gut drauf waren und sich die Zeit für uns Schüler genommen haben unsere Fragen zu beantworten. ... Und uns nicht so behandelt haben wie ihre Gegner während des Spiels!"
Wir haben für euch alle Interviews ins Netz gestellt. Wenn ihr uns sehen und hören wollt, geht mal auf folgende Seite.

Ein Interview mit Michael Budd hatte Jannis bereits zwei Heimspiele zuvor (gegen Herne, Endstand 2:4) geführt. Michael erzählt darin von seinem Werdegang als Eishockey-Profispieler:
Jannis: How long have you been playing ice hockey?
Michael: The first time I was on skates was when I was three and I first started hockey when I was four.
Jannis: When did you start playing ice hockey as a professional?
Michael: I belive it was 2013. I graduated from University of Massachusetts, I played four years there in a scholarship and then I played my first year professional in Essen.
Jannis: So how long do you live in Germany now?
Michael: This would be my third year.
Jannis: But how come that you joined this team [Wedemark Scorpions] and not any other one?
Michael: It’s actually a funny story. Pigache, Sebastian Pigache, he’s not playing right now, he is hurt, but I played with him in Essen and then I played professional in a few other teams and then I contacted him on Facebook, saying I wasn’t happy were I was in North America and Eric Haselbacher called me the next week and then I was on a plane over here and I’ve been here for a year and a half already. So this will be my second. [...]

Auch beim nächsten Mal werden wir den Spielern der Wedemark Scorpions wieder das Mikro vor´s Gesicht halten, um noch viel mehr über sie zu erfahren! Wenn euch übrigens eine gute Frage einfällt oder wenn es etwas gibt, was ihr von den Spielern gerne erfahren würdet, dann sprecht uns an, wir fragen für euch nach! Das nächste Heimspiel ist am 03.03.2017 um 20 Uhr gegen die Moskitos aus Essen.

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