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Unterrichtsergebnisse, Exkursionen und mehr

Gehen, ging, gegangen… (2019)

Wie für alle anderen niedersächsischen Abiturientinnen und Abiturienten in diesem Jahr auch stand ebenfalls für den Deutsch-Leistungskurs von Frau Jaap die Beschäftigung mit dem Roman „Gehen. Ging. Gegangen“ der Autorin Jenny Erpenbeck auf dem Lehrplan. In diesem lernt der emeritierte Professor, der durchweg nur mit seinem Vornamen Richard benannt wird, eher zufällig verschiedene Flüchtlinge und ihre individuellen Geschichten kennen. Im Verlauf des Romans freundet er sich entgegen eher vorurteilsbehafteten Einstellungen seines Umfeldes mit diesen an, sodass viele zum Schluss einen „Ersatz“ für seine nicht vorhandene Familie darstellen.

Um auch mit Geflüchteten aus der Wedemark in näheren Kontakt zu kommen, entstand daher der Wunsch der Schüler/innen, eine Einladung zu einem Besuch im Unterricht auszusprechen. Frau Pobloth, die seit vielen Jahren ehrenamtlich Flüchtlinge in der Wedemark betreut, stellte daher den Kontakt zu Taisier Alzuabi her, der mittlerweile als Sozialarbeiter der Gemeinde Wedemark gut integriert in Negenborn lebt. Er berichtete am Freitag, den 14. Dezember 2018, in der 5./6. Stunde sehr eindrücklich von seiner Fluchtroute über Jordanien, die Türkei, Mazedonien, Ungarn, Österreich bis in den Süden Deutschlands. Zudem schilderte er auch die Wirren der deutschen Bürokratie, die ihn als Flüchtling in den ersten Monaten gefordert haben. Besonders in Erinnerung geblieben ist den Schüler/innen die Schilderung seiner Monate im Gefängnis und auch die Schwierigkeit, als Sunnit unter dem in Syrien herrschenden System der Aleviten aufwachsen und leben zu müssen. Der Darstellung seiner persönlichen Lebensumstände folgten Statements zur Integration von Flüchtlingen allgemein und besonders hier in der Wedemark. Taisier betonte mehrfach, dass ein Wille zur Integration vorhanden sein muss, der seiner Meinung nach zunächst über das Erlernen der deutschen Sprache von Statten gehen muss. An dem Leben in Deutschland schätze er besonders Frau Merkel, die für viele Geflüchtete diejenige sei, die die Grenzen und Arme offen gemacht bzw. gehalten habe. Des Weiteren finde er die Demokratie hier „super“ und auch die emanzipierten Frauen, die sich nicht nur anders kleiden, sondern häufig auch besser ausgebildet seien als in Syrien. Taisiers persönliches Ziel sei es daher auch, im Jahr 2020 die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, auch wenn ihm heutzutage immer wieder Situationen zu bedenken geben, wie z.B. ein Erlebnis in der S-Bahn, bei dem eine Frau ihrem Mann auf Deutsch mitteilte, dass inzwischen auch hier die „Taliban“ sei. Solche Situationen nehme er mittlerweile jedoch mit Humor und antwortete im besten Deutsch, dass der Zug aber noch heile sei. Dennoch appelliert er in seiner Funktion als Sozialarbeiter im Umgang mit den hier lebenden geflüchteten Menschen auch immer wieder dahingehend, die in Deutschland bestehenden Regeln und Gesetze zu achten und zu respektieren. Dies sei seiner Meinung nach zu vergleichen mit einem Besuch in einem Haus eines Freundes. Wenn hier andere Regeln gelten, dann hätte man trotzdem die Regeln des Hausherren zu akzeptieren und nicht seine eigenen Regeln dort zu installieren, wo man nicht zu Hause sei.

Die 90 Minuten politische Bildung zum „Anfassen“ vergingen daher für alle wie im Flug.

Schade, dass nicht jede zu lesende Unterrichtslektüre so eindrucksvoll und nachdrücklich in Erinnerung bleiben kann.

 JA

Bibliotheksbesuch der Klasse 7C (2017)

Lest nicht wie die Kinder, zum Vergnügen, noch wie die Streber, um zu lernen, nein, lest, um zu leben.

Gustave Flaubert

…. daher besuchten wir im Rahmen des Deutschunterrichts am Freitag, den 15. Dezember 2017 mit der gesamten Klasse 7C kurz vor den Weihnachtsferien die Bibliothek in der Ausleihstelle des Campus W.
Die Leiterin der Bibliothek, Frau Popan, begrüßte uns und stellte zunächst den Aufbau der Bibliothek vor. Anschließend wurden alle dabei beraten, wie und wo man Bücher findet, bevor jeder die Zeit zum Stöbern und Lesen nutzen konnte. Der ein oder andere Wunsch für die Weihnachtswunschliste hat sich so ergeben und außerdem konnte sich mit Lesefutter für die Weihnachtsferien „eingedeckt“ werden. Hoffentlich zieht die Bibliothek dann – wie geplant – in den Osterferien um, sodass die Wege auf dem Campus kürzer werden und die Bibliothek allen wieder als ansprechender Aufenthalts- und Lernort zur Verfügung steht.

Franziska Jaap

Auf den Spuren von“ Nathan“ in Göttingen… Dezember 2017

Am Dienstag, den 5. Dezember 2017 machten sich alle Deutschkurse des Jahrgangs 11 mit ihren Lehrerinnen und Lehrern auf den Weg nach Göttingen. Hier wird am Jungen Theater Göttingen das abiturrelevante dramatische Gedicht „Nathan der Weise“ in der Inszenierung von Tobias Sosinka aufgeführt. In der etwas mehr als 2 ½ Stunden dauernden Aufführung konnten alle ihr Wissen über die Epoche der Aufklärung und die Bedeutung von Toleranz und Menschlichkeit noch einmal „auffrischen“ und erleben, dass das im Deutschunterricht gelesene Werk erst auf der Theaterbühne seine ganze Wirkung entfalten kann.

Im Anschluss daran stand die Erkundung Göttingens und seines Weihnachtsmarktes an, bevor es zum Ende eines eindrucksvollen Tages wieder für alle mit dem Metronom gen Heimat ging.

JA

Aktuelles

Winterkonzert am GM

Die beiden großen Musikensembles des GM, der Chor und das Orchester, laden wieder zu ihren traditionellen Konzerten ein. Dieses Jahr finden sie bereits am 25.und 26. Januar statt, jeweils um 19 Uhr im Forum des Schulzentrums. Unter dem Motto „Here comes the sun“ präsentieren die fast 80 Schülerinnen und Schüler nach einer intensiven Musikarbeitswoche in Goslar ihre vielfältigen Programmpunkte unter der Leitung von Christoph Badde und Axel Matzantke. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

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Die 6. Klassen und die 5A und 5C waren im Theater

An einem winterlichen Morgen im Januar machten sich sowohl die beiden fünften Klassen (5a, 5c) sowie der gesamte 6. Jahrgang des Gymnasiums Mellendorf auf den Weg nach Hannover, um die "Wunschpunkte" des Sams live und in Farbe zu sehen.

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Gehen, ging, gegangen…

Wie für alle anderen niedersächsischen Abiturientinnen und Abiturienten in diesem Jahr auch stand ebenfalls für den Deutsch-Leistungskurs von Frau Jaap die Beschäftigung mit dem Roman „Gehen. Ging. Gegangen“ der Autorin Jenny Erpenbeck auf dem Lehrplan. Um auch mit Geflüchteten aus der Wedemark in näheren Kontakt zu kommen, entstand daher der Wunsch der Schüler/innen, eine Einladung zu einem Besuch im Unterricht auszusprechen.

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